Pop-Up Zeit.LAB in Lübeck: Drei Wochen Erinnerungskultur zum Mitmachen

Pop-Up Zeit.LAB in Lübeck: Drei Wochen Erinnerungskultur zum Mitmachen

Vom 18. September bis 11. Oktober wird die Königstraße 49 zur Geschichtswerkstatt: Mitmach-Ausstellung, Jugendprojekte und 21 Veranstaltungen von Stadtspaziergang bis Lindy-Hop. Eintritt frei.

Drei Wochen lang wird ein Ladenlokal in der Königstraße zur Geschichtswerkstatt: Vom 18. September bis 11. Oktober öffnet die Fachstelle Erinnerungskultur der Hansestadt Lübeck das erste Pop-Up Zeit.LAB. Es gibt eine Mitmach-Ausstellung, Ergebnisse aus Jugendprojekten und ein Programm mit 21 Veranstaltungen. Der Eintritt kostet nichts.

Was im Pop-Up Zeit.LAB passiert

Die Leitfrage ist einfach und groß zugleich: Wie will Lübeck künftig an seine Vergangenheit erinnern? In der Mitmach-Ausstellung werden dafür Orte, Geschichten und Ideen aus der Stadtgesellschaft gesammelt. Ein Teil der Ausstellung stellt Lübeckerinnen vor, die sich dem Nationalsozialismus widersetzten.

Dazu kommen Arbeiten von Jugendlichen, die sich im Vorfeld künstlerisch mit Widerstand beschäftigt haben: ein Laternenslam, eine Audioinstallation über Zwangsarbeit, ein Podcast über den Grenzbahnhof Herrnburg.

Hintergrund ist ein Beschluss der Bürgerschaft von 2022: Lübeck soll einen dauerhaften Lern- und Erinnerungsort bekommen. Das Pop-Up ist der Testlauf dafür, und wer vorbeikommt, redet mit.

Öffnungszeiten und Adresse

Pop-Up Zeit.LAB · Königstraße 49, 23552 Lübeck
Montag bis Freitag 12 bis 18 Uhr, samstags 12 bis 16 Uhr, sonntags geschlossen

Eintritt frei · Alle Termine im Veranstaltungskalender
Für Gruppen und Schulklassen öffnet das Pop-Up nach Anmeldung auch außerhalb dieser Zeiten.

Woche 1: 20. bis 26. September

Der Auftakt bringt zwei Stadtspaziergänge, einen Theaterabend und die erste Runde der Jugendprojekte.

Woche 2: 28. September bis 4. Oktober

Die zweite Woche gipfelt in der Langen Nacht der Demokratie am 2. Oktober, die vom Kinosaal bis auf die Tanzfläche reicht.

Woche 3: 5. bis 11. Oktober

Zum Schluss stellen Jugendliche ihre Projekte vor, und die Abschlussrunde fragt nach der Zukunft des Erinnerns.

Gut zu wissen

  • Für Workshops vorher anmelden. Besonders der Ganztagesworkshop zur Familienrecherche am 26. September braucht eine Anmeldung unter pascal.strasser@luebeck.de.
  • Die Ausstellung lohnt auch ohne Veranstaltung. Montag bis Samstag ist geöffnet, ein kurzer Abstecher in der Mittagspause reicht für einen ersten Eindruck.
  • Mit Kindern und Jugendlichen möglich. Ein Teil des Programms stammt von Jugendlichen selbst, Schulklassen können das Pop-Up nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten nutzen.
  • Erinnerungskultur klingt nach Pflichtprogramm, ist hier aber eher eine offene Werkstatt: hingehen, zuhören, eigene Orte und Geschichten beisteuern. Alle Termine findest du auch in unserem Veranstaltungskalender.

    Alle Termine im Pop-Up Zeit.LAB

    Von Timm