Das Bildnis des Dorian Gray
Termin
Freitag, 09.10.2026, 20:00 Uhr
Ort
DeutschesSchauSpielHausHamburg (Marmorsaal), Kirchenallee 39, 20099 Hamburg
Beschreibung
von Oscar Wilde. Regie: Tristan Linder. Das Schulterzucken ist zurück. Klimakrise, soziale Ungleichheit, politische Instabilität – man kennt den Abgrund, doch statt Widerstand dominieren Weltverdrossenheit, hemmungslose Selbstinszenierung, Ironie und die Feier der schönen Dinge. Was ist da los? Vielleicht bietet Oscar Wildes Kultroman eine Antwort. »Das Bildnis des Dorian Gray« besticht durch hinreißende Eleganz – das Buch ebenso wie seine Titelfigur, zumindest auf den ersten Blick. „Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche geht, tut es auf eigene Gefahr", warnt Wilde in der Vorrede seines Romans. Genau darum geht es: um das Abtauchen zwischen die Zeilen, hinter die Worte. Was lässt sich dort entdecken? Bleibt Hemmungslosigkeit wirklich ohne Konsequenzen? Oder wie ist es zu deuten, dass Dorian Gray so schamlos seinen Weg geht? Warum hat er seinen moralischen Kompass verloren? Ist er – über die Zeiten hinweg – eine Spiegelfigur unserer Gegenwart, die mehr über unsere eigenen Begierden verrät, als uns lieb ist? Der Maler des Porträts jedenfalls will das Bild nicht ausstellen: „Ich habe zu viel von mir selbst hineingebracht", sagt er. Was lässt ihn zögern? Und was ist es, das diesem Werk seine unheimliche Zeitlosigkeit verleiht? Tristan Linder studierte Schauspielregie an der Theaterakademie Hamburg. Mit seiner Inszenierung »Sandmann« ist er 2025 zum Körber Studio Junge Regie eingeladen. »Das Bildnis des Dorian Gray« ist seine erste Arbeit am SchauSpielHaus.
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