Duplex-Piano – Das Klavier mit zwei Manualen

Duplex-Piano – Das Klavier mit zwei Manualen

Termin

Montag, 09.11.2026, 19:30 Uhr

Ort

Elbphilharmonie (Kleiner Saal), Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg

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Beschreibung

Das Konzert beginnt mit Musik von Johannes Brahms und ehrt damit Brahms als Hamburger, er wurde hier geboren. Im weiteren Verlauf ertönen spätromantische Meisterwerke. Franz Schreker gestaltet mit dem Werk »Der Wind« eine faszinierende, expressionistische Klangwelt. Ernst von Dohnányis Sextett ist ein vielfarbiger Dialog der unterschiedlichen Streich- und Blasinstrumente und des Klaviers. Emanuel Moórs Klaviertrio bietet grandiosen musikalischen Ausdruck. Emanuel Moór war es, der das besondere Klavier mit zwei Manualen konstruierte, das im Konzert erklingt: das Duplex-Piano. »Das doppelte Klangwunder« (DIE ZEIT), »Klangfarben, wie man sie kaum je gehört hat« (Hamburger Abendblatt), »orchestrale Kraft« (Neue Musikzeitung) – das Duplex-Piano weckte ein großes Medienecho. Emanuel Moór hatte um 1920 die Vision, das Klavier der Zukunft zu bauen. Sein Duplex-Piano bietet noch mehr Klangfarben und mehr Klangfülle. Beim gewöhnlichen Klavier bewirkt ein Tastenanschlag den Anschlag eines Hammers auf die Saite. Beim Duplex-Piano lassen sich zwei Hämmer koppeln: Ein Tastenanschlag bringt dann zwei Töne gleichzeitig hervor. Diese Verdopplung der Töne führt im Forte zu einer ungeahnten Klangfülle, im Piano zu einer zauberhaften Brillanz. Das Duplex-Piano wurde von den besten Musikern der damaligen Zeit genutzt (Berliner Philharmoniker, Wiener Philharmoniker) und von den renommiertesten Klavierbauern gefertigt (Bechstein, Bösendorfer, Steinway). Der 9. November ist in Deutschland ein Gedenktag an die Opfer der Pogrome vom 9. November 1938. Auch darauf nimmt das Konzert Bezug. Schreker, Moór und Dohnányi waren auf unterschiedliche Weise von der Gewalt des Nationalsozialismus betroffen. So brach z. B. die Entwicklung des Duplex-Pianos 1938 jäh ab und das Duplex-Piano geriet in Vergessenheit. Dieses Konzert entdeckt es neu. BESETZUNG Rebekka Hartmann Violine Elisabeth Kufferath Viola David Stromberg Violoncello Adrián Díaz Martínez Horn Shirley Brill Klarinette Florian Uhlig Klavier PROGRAMM Johannes Brahms Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 Franz Schreker Der Wind / Tanzallegorie für Klaviertrio, Klarinette und Horn - Pause - Emánuel Moór Allegro moderato für Klaviertrio C-Dur op. 81 Ernst von Dohnányi Sextett C-Dur op. 37 für Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier

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