Nordkorea auf dem afrikanischen Kontinent:

Termin

Mittwoch, 24.03.2027, 18:00 Uhr

Ort

Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck

Beschreibung

Monumente, Museen und die Bildsprache der Befreiung Vortrag von Sarah Brühl Seit den 1960er Jahren knüpfte Nordkorea enge Beziehungen zu afrikanischen Staaten und unterstützte Unabhängigkeitsbewegungen auf dem afrikanischen Kontinent nicht nur durch militärische Ausbildung und materielle Hilfe, sondern auch durch kulturelle Diplomatie. Besonders sichtbar ist diese Verbindung in den Projekten des Mansudae-Studios, dessen Auslandsfirma Mansudae Overseas Projects seit den 1970er Jahren Erinnerungs- und Staatsbauten errichtete. Der Vortrag führt von Dakar bis Windhoek: vom Monument de la Renaissance africaine im Senegal bis zum Independence Memorial Museum in Namibia, das 2014 eröffnet wurde. Er zeigt, wie nordkoreanische Künstler Formen des sozialistischen Realismus nutzten, um Geschichten von kolonialer Gewalt, Befreiung und Selbstbehauptung in monumentale Bilder zu übersetzen. So rücken die Projekte nicht nur als politische Prestigeaufträge in den Blick, sondern als Zeugnisse künstlerischer, diplomatischer und erinnerungskultureller Verflechtungen zwischen Nordkorea und dem afrikanischen Kontinent. Eintritt frei.

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